Als Prestigeobjekt der ehemaligen DDR unterlag das MOSKAU allen modischen Tendenzen, architektonischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Strömungen. So lässt sich an der Geschichte des MOSKAUS auch die Geschichte eines ganzen Landes ablesen, das zerrissen war zwischen versuchter Modernität und gesellschaftlichen Stillstand, zwischen Größenwahn und Begrenztheit und auf der ständigen Suche nach der eigenen Identität und deren nachhaltigen Verankerung im eigenen Land. Es war Heimat eines Optimismus, der dem Trotz geschuldet war und von Lebensfreude, deren Motor Verknappung hieß.
So erlebte das MOSKAU - wie kaum ein anderes Gebäude Belins in den letzten 40 Jahren weitreichende Veränderungen, die in ihrer einzelnen Ausprägung extremer nicht sein können. Angefangen von der radikalen Reduktion und Transparenz des Entwurfes von Josef Kaiser, der zu seiner Zeit absolut visionär war, über verschiedene Stufen der Vergemütlichung bis hin zu seiner Verwahrlosung und der daraus hervorgehenden Heimat der Subkultur des neues Berlins. Heute gilt das MOSKAU mit seiner entschiedenen Formsprache als eines der wichtigsten Bauwerke der DDR-Moderne, dessen größter Teil der Original-Interieurs denkmalgeschützt ist.
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Nach seiner Rekonstruktion soll das MOSKAU wieder seiner früheren Bestimmung zugeführt werden, ohne dabei die Abdrücke der einzelnen Epochen zu verleugnen. Als Stilikone wird es wieder Bühne sein für Repräsentation, exklusiver Rahmen für Veranstaltungen, Kulisse für das Besondere, Heimat von Lebensfreude und Lebenslust, Keimzelle gesellschaftlichen Lebens, Anlaufstelle für Nachtfalter, Referenz für Berlin Besucher.